Endlich war es soweit und wir durften mit in die Communities fahren, wo wir in Projekten aktiv gegen Kinderarbeit handeln. Insgesamt gibt es vier Bezirke, die Kaugmaon (meine Einsatzstelle) betreut. Innerhalb dieser Bezirke befinden sich verschiedene Stellen, wie z.B. das muslimische Dorf und die Community mit den sogenannten „Scavengers“, die im Müll nach noch verwertbaren Materialien suchen. Als wir dort ankamen wurden wir immer herzlich aufgenommen, aber auch angestarrt und mit Misstrauen angeschaut. Nach einer Weile wollten dann aber die meisten Bewohner Fotos mit uns und vorallem die Kinder wollten nicht mehr von unserer Seite weichen.

Der Besuch in den Projekten war für mich sehr erschreckend, auch wenn ich mir die Situation vorher ausmalen konnte. Wenn man dann wirklich vor Ort ist und sieht, wie die Kinder im Müll nach Essen suchen oder auf Stöckern durch den Müllmatsch zu ihrem Haus balancieren, ist es eben doch ein anderes Gefühl.

Man weiß nicht, wie man sich als „reicher Weiße“ verhalten soll. Wie geht man mit diesen Gefühlen um? Viele Fragen haben sich in meinem Kopf ausgebreitet, die ich hoffentlich in den nächsten Monaten besser verstehen werde.

Am Abend waren wir mit unseren Kollegen noch auf dem Nachtmarkt von Davao, wo es reichlich zu essen gibt. Ich empfehle die Fleischspieße vom Grill 🙂 Daneben geht es weiter zu den Klamottenständen, die meist Second Hand zu niedrigen Preisen angeboten werden. Zum Abschluss des Tages gab es noch Durian 🙂 (Je öfter man sie isst, desto leckerer wird sie).