Unser Abschiedsbrief an UFI

Liebes Uygongco-Team,

(Celines Part)

Wir können kaum glauben, dass dieses Jahr fast vorbei ist und dass wir uns von den Philippinen verabschieden müssen. Jeder von uns kann sich noch genau an das Gefühl vor einem Jahr in Deutschland erinnern: Auf der einen Seite hatten alle ein bisschen Angst vor der bevorstehenden und unbekannten Zeit, aber auf der anderen Seite waren wir auch super aufgeregt! Wir waren bereit für ein Jahr im Ausland und bereit für ein Abenteuer.

Die ersten Tage hier auf den Philippinen waren für uns alle wirklich verrückt. Alles war so neu und so anders als unser altes Leben in Deutschland. In Davao haben wir alle in verschiedenen Organisationen gearbeitet, nachdem wir Mindanao aus Sicherheitsgründen verlassen mussten. Also kamen wir nach 4 Monaten in der Stadt der Liebe, in Iloilo, an.
Wir sind sehr glücklich, dass Uygongco uns die Gelegenheit gegeben hat, hier zu arbeiten. Wir sind stolz darauf, dass wir ein Teil der UFI-Familie sein durften.

Es ist niemals leicht, Abschied zu nehmen, aber wir werden mit vielen Erinnerungen nach Hause fliegen. Erinnerungen, die uns Rat und Unterstützung für unser ganzes Leben geben werden. Dieses Jahr hat uns die Chance gegeben, uns in sozialen Projekten zu engagieren, viel zu lernen, eine andere Kultur zu erleben und so viele nette und liebenswerte Leute zu treffen. Und es war auch eine Chance, viel über uns selbst zu lernen. Dieses Jahr war und wird für jeden ein besonderer Teil unseres Lebens sein.

Vielen Dank UFI!

(Cyns Part)

Zuerst möchten wir uns bei Uygongco bedanken, die uns mit offenen Armen empfangen haben, als wir völlig verloren  auf der Suche nach neuen Projekten waren. Uygongco war eine, der wenigen Lieblings-Projekte unter den deutschen Freiwilligen. Wahrscheinlich lag das an den guten Programmen, die Uygongco den Freiwilligen anbietet, aber vielleicht auch wegen der angenehmen und warmen Atmosphäre im Büro, die von allen UFI-Mitgliedern sichergestellt wird. Es gibt immer etwas zum Lachen und ein offenes Miteinander sind bei UFI Standard.

Wir haben während unseres Aufenthaltes viel gelernt. UFI hat uns die Gelegenheit gegeben, viele verschiedene Sachen zu erleben. Wir konnten einige der Partnerschulen sehen und konnten dort unterrichten. Wir konnten auch mit den Bäckern der Modellschule in Hibao-An backen und sogar das Gebäck beim Produkto Lokal verkaufen, was für uns alle eine gute Erfahrung war.

Wir haben viele Dinge zum ersten Mal gemacht, z.B. als wir den kleinen Kindern beim Linis Bata die Läuse rausgekämmt oder in der Schule unerrichtet haben, wie man den Müll richtig trennt. Mit all diesen Herausforderungen sind wir nicht nur an uns selbst gewachsen, sondern haben auch unseren Horizont erweitert. Danke für all die kostbaren Erinnerungen und für all die Sachen, die wir während unserer Zeit bei Uygongco gelernt haben.

Warum wir die Philippinen so sehr lieben

(Hannahs Part)

Oft werden wir gefragt, was wir am meisten an den Philippinen lieben und  jedes Mal antworten wir: Es sind die Menschen!
Als wir hierher kamen, wurden wir schon in der schönsten herzzerreißenden Weise, die wir uns vorstellen konnten, begrüßt und haben sofort die Gastfreundschaft zu schätzen gelernt. Und auch im Allgemeinen sind Filipinos immer freundlich und hilfsbereit.

Ein einfaches Beispiel: Du sitzt in einem Jeepney, es ist laut und überfüllt und du willst aussteigen, also schreist du: Lugar lang! Aber der Fahrer kann dich nicht hören. Also was passiert? Alle Leute im Jeepney schreien LUGAR LANG! Meistens ist den Menschen gar nicht klar, dass sie uns damit helfen, nur um an der richtigen Stelle aussteigen zu können. Für die Filipinos ist es nämlich normal hilfsbereit zu sein und für uns, die aus Deutschland kommen, ist es immer wieder schön diesen Akt der Freundlichkeit zu erleben. Die Filipinos helfen auch immer mit einem großen Lächeln auf dem Gesicht. Wir sehen nur selten Filipinos, die nicht lächelnd alltäglichen Dingen nachgehen. Filipinos verlieren einfach niemals ihre Lebensfreude. Sie versuchen in jeder Situation positiv zu denken und das ist für ein ganzes Land sehr wichtig, um mit den Leuten um dich herum klar zu kommen und noch wichtiger: um in Harmonie zu leben.

Filipinos sind nicht nur nett, sondern auch unglaublich schön. Nur zu gut wissen wir, dass Filipinas oft eine andere Haarfarbe oder weißere Haut haben wollen, aber eins können wir versprechen: Wenn Filipinas mit ihren schönen schwarzen, langen und gesunden Haaren, ihren braunen Augen und ihrer braunen Haut nach Deutschland kommen, wird jeder sie bewundern.

Schließlich hat auch eine Filipina den Titel der Miss Universe gewonnen. Okay, sie war halb Filipina, halb Deutsche, aber das zeigt: Deutschland und die Philippinen kommen gut miteinander aus. Wir sind ein gutes Team!

Filipinos sind auch sehr romantisch. Sie lieben viel und sie lieben es zu zeigen. In den Philippinen kann man immer noch Gentlemen finden, die sich um einen kümmern, die Türen öffnen, damit man eintreten kann, einem Blumen bringen oder für dich singen. Wohin man auch geht, sei es in den Supermarkt, ins Einkaufszentrum oder ins Restaurant: Überall läuft Musik und nicht selten hört man auch die Filipinos singen. Im Vergleich zu uns Deutschen, singen sie wirklich gern und sind auch noch gut darin! Hier auf den Philippinen gibt es an jeder Ecke Karaoke-Bars und die Sänger klingen professionell! Es ist (fast) immer schön, ihnen zuzuhören und wir werden es wirklich vermissen.

Ein weiterer Punkt, den wir während der Zeit, die wir hier verbracht haben, beobachtet haben ist, dass Filipinos gerne alles teilen. Sie genießen die Gesellschaft von anderen und teilen die Momente und Erfahrungen im Leben. Ein Filipino kommt nie allein, sie sind immer in einer Gruppe von Freunden oder Verwandten, da sie sich gerne um die Menschen kümmern, die sie mögen und lieben.

Es gab auch einige Missverständnisse!

(Philips Part)

Am Anfang fiel es uns etwas schwer, uns an die philippinische Kultur, das Essen und die Insekten zu gewöhnen. Wenn man hört, wie ein Mädchen schreit, dann gibt es wahrscheinlich eine Kakerlake in der Nähe oder noch schlimmer: eine Ratte. Aber das ist nicht das Einzige, was uns erschreckt hat.

Man denkt, dein guter philippinischer Freund kauft dir ein normales Ei an der Straßenecke, aber dann schaut dir ein kleines Entengesicht entgegen! Aber es ist ja normal, dass man am Anfang noch vielen Sachen begegnet, von denen man nicht einmal geträumt hätte. Eine andere Sache sind die Filipinos. Man sollte nicht erwarten, dass man einfach so die Straße hinunter laufen kann ohne, dass etwas passiert. Aber dann hört man plötzlich jemanden pssssst machen. Man geht natürlich weiter, weil man denkt: „Ok, er ruft wohl nach seinem Hund“, aber dann fällt einem auf, dass weit und breit kein Hund zu sehen ist und der Typ dich direkt anstarrt! Wieder dieses „psssst“. Also dreht man sich um und fragt: „Sehe ich aus wie ein Hund oder warum psssst du mir so hinterher?“ – was wir jetzt wissen: Es ist nur die Art und Weise, wie Filipinos sich gegenseitig rufen.

Es ist genau dasselbe Missverständnis, wenn man einen Filipino nach der Richtung fragt. Er wird sie dir nämlich nicht sagen, sondern mit einem Kussmund dorthin zeigen. Was man denkt: „Ich will dich nicht küssen, ich will nur wissen, wie ich zum Supermarkt komme!“
Obwohl es einige Missverständnisse zwischen den Kulturen geben kann, haben wir gelernt, die Philippinen und die Menschen zu lieben und kulturelle Unterschiede zu hinterfragen, zu verstehen und zu respektieren.

Das Ende vom Brief

(Mein Part)

Wir sind uns allzu bewusst, dass, sobald man sich von einem Ort, in dem man einige Zeit gelebt hat, verabschiedet hat, dass auch ein späterer Besuch niemals wieder dasselbe sein wird. Wir werden die Menschen und die Philippinen sehr vermissen.

Wir hatten das Glück, an einer großen Schule zu unterrichten und dort für die letzten 8 Monate zu sein. Wir haben einige sehr enge Freundschaften mit vielen Schülern geschlossen, auch wenn wir sie nie außerhalb der Schulzeit gesehen haben. Wir werden uns immer an die schöne Abschiedsparty für uns in Hibao-An erinnern, und alle, die es unvergesslich gemacht haben. Wir haben so viele schöne Briefe und Karten von den Schülern bekommen, die für immer als Erinnerung an so viele tolle Momente, die wir in dieser Schule erlebt haben, dienen werden.

Wir werden unsere Zeit hier sehr vermissen. All unsere Gespräche in der WG, die bis in die Nacht anhielten, wie wir uns immer über die ganzen Kakerlaken beschwert haben, oder die schlaflosen Nächte, weil wir mal wieder die Maus in unserem Zimmer jagen mussten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn wir nicht mehr an jedem Teil des Tages Budotz hören werden oder uns nichtmehr ermutigen, wenn was schief gelaufen ist, oder feiern, wenn mal was richtig gut ging.

Und so sehr wir hier bleiben wollen, sollten wir nicht unsere Freunde und Familie in Deutschland vergessen. Denn, egal wo oder wie weit man weg ist, man sollte nie vergessen, dass es jemanden zu Hause gibt, der einen die ganze Zeit vermisst und darauf wartet, dass man zurückkommt.

Abschied nehmen von einem Land ist hart, aber Abschied von all den Menschen, die wir hier getroffen haben, ist unmöglich. Wir haben etwas erlebt, das man nur einmal in seinem Leben erfährt. Wir waren ein ganzes Jahr auf den Philippinen und wir sind unglaublich dankbar, nicht dass wir diese tolle Gelegenheit hatten, sondern weil wir hier auf den Philippinen und nicht woanders waren. Die Leute und die vielen lachenden Gesichter können in Deutschland nicht ersetzt oder gefunden werden.

Wir hatten die beste Zeit und wir sind so froh, dass wir diese Chance bekommen haben, auch eine andere Welt zu sehen. Danke für all die Zeit, in der ihr für uns da wart, um Probleme zu lösen, Fragen zu beantworten und uns und alle Schüler aus der Tiefe des Herzens geführt habt. Danke, dass ihr der Ort ward, wo wir uns am meisten freuen konnten. Vielen Dank dafür, dass wir uns hier frei fühlen konnten. Dass wir 100% der Zeit wir selbst sein konnten. Danke für die Freiheit, dass wir das Unbekannte und Ungewisse erforschen konnten, ohen verurteilt zu werden. Und am wichtigsten, danke für die Freiheit, dass wir ausprobieren, scheitern, lernen und Erfolge spüren konnten.

Wir wünschen uns für euch nur das Beste. Dass auch jeder von euch neue Anfänge genießen kann und wir hoffen, dass ihr weiterhin eine Inspiration in der sozialen Arbeit und auch im persönlichen Leben sein werdet.

Also lasst uns nicht Auf Wiedersehen sagen, sondern bis bald!

Franzi, Hannah, Celine, Luise, Cyn, Philip


33 Dinge, die man nur auf den Philippinen macht

Wer auf die Philippinen kommt, der wird schnell die Unterschiede zu seinem Heimatland feststellen. Dabei passiert aber auch etwas mit einem selbst: Man passt sich an und tut Dinge, die man vorher nie gemacht hat. Man mutiert zu einem Inselbewohner, der von günstigen Massagen und Kinobesuchen profitiert oder auch einfach versucht, mit den alltäglichen Dingen stressfrei klar zu kommen.

Im Alltag

  • im Klo warten bis man ein zweites Mal spülen kann
  • immer genügend Kleingeld dabei haben
  • zu spät kommen
  • immer und überall FlipFlops tragen
  • mit jedem verhandeln
  • zu 4t ein Zimmer teilen
  • sich von anderen die Tür aufhalten lassen
  • mit FlipFlops ins Fitnessstudio gehen
  • SMS schreiben
  • den Zahnarzt meiden
  • „Weißen“ auffällig hinterhergucken
  • Wäsche mit der Hand waschen
  • auf Mäuse- und Rattenjagd gehen
  • immer eine Jacke oder ein Tuch dabei haben

Im Kampf gegen die Hitze

  • sich wie ein Baby mit Babypuder einschmieren
  • ohne Zudecke schlafen
  • 24/7 einen Zopf tragen
  • 3mal am Tag duschen
  • beim Nichtstun schwitzen
  • Haare statt mit dem Fön, mit dem Ventilator trocknen

Rund ums Essen

  • 8h in einem Café sitzen und nur einen Kaffee bestellen
  • zum Frühstück Reis essen
  • Haferflocken mit Wasser essen
  • Dinge essen, die undefinierbar aussehen
  • Milchpulvermilch trinken
  • Alles mit einem Löffel durchschneiden, statt ein Messer zu benutzen
  • sich angewöhnen, alles „without sugar please“ zu bestellen

Weil alles billiger ist

  • 3mal pro Woche ins Kino gehen
  • jeden Monat zur Massage gehen
  • ein Taxi nehmen, wenn man den Weg nicht kennt
  • die besten Restaurants in der Stadt austesten
  • nichts sagen, wenn der Jeepneyfahrer mal kein Rückgeld gibt

Weil man immer Guapa [schön] ist

  • immer und überall FlipFlops tragen
  • im Schlafanzug durch die Stadt laufen (und trotzdem beautiful genannt werden)
  • ungeschminkt feiern gehen
  • sich mit fremden Leuten fotografieren lassen

Nach einem Jahr auf den Philippinen, weiß man immer mehr die Dinge zu schätzen, die zu Hause selbstverständlich scheinen aber es hier nicht sind. Gibt es noch mehr Dinge, die man hier tut und sich erstmal wieder abgewöhnen sollte, wenn man wieder zurück ist? Wahrscheinlich merkt man nach einer gewissen Zeit selber nicht mehr, wie man sich verändert bzw. unterbewusst angepasst hat.


Ein Tag bei Momo

ADP kennt einen Künstler namens Momo, der etwa 1,5h entfernt in einem Küstenort wohnt. Also haben wir unser letztes Wochenende genutzt, um dort hinzufahren und etwas von der Spiritualität dort mitzunehmen 🙂

Momo gehört zu den Maharlika Künstlern und wohnt dort eher abgeschieden, aber sehr idyllisch mit seiner Kunst und Liebe für Musik. Außerdem gibt es dort alles, was das Yoga-Herz begehrt, es darf nur vegetarisch gegessen werden und Alkohol und Drogen sind sowieso verboten.

Also ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt, baden gehen kann oder sich irgendwelchen spirituellen Riten widmen kann.

Abends haben wir alle zusammen gegessen und gekocht (es gab Nudeln mit Tomatensoße und Reis mit Gemüse und Magic Meat).


Abschiedsfeier bei Uygongco

Unser letzter Tag im Büro bei Uygongco. Es heißt, Abschied zu nehmen. Das komplette Office, alle Volunteers und Angestellten bei Uygongco haben sich am Abend bei Pia getroffen, um bei einem reichlichen Buffet Auf Wiedersehen zu sagen. Es war richtig schön hergerichtet (es gab sogar Kellner).

Wir sechs haben eine PowerPoint-Präsentation mit unseren schönsten Erinnerungen und eine Abschiedsrede vorgetragen. Bei der Rede konnte ich mir auch die ein oder andere Träne nicht verkneifen.

Wir freuen uns alle sehr auf Deutschland, aber dennoch ist es schwer von allem hier so langsam Abschied zu nehmen und die Zeit hinter uns zu lassen. Pia hat uns noch eine Urkunde überreicht, ein paar Kleinigkeiten geschenkt und uns noch einmal lange gedrückt, bevor es für uns am späten Abend zurück in die WG ging.


Verabschiedung in Hibao-An

Die Zeit ist gekommen, uns so langsam von allem hier zu verabschieden. Heute war der Abschied von der Grundschule in Hibao-An, wo wir ein halbes Jahr lang die Kinder unterrichtet, die Schulwände renoviert und in der Bäckerei geholfen haben.

Die Abschiedsfeier für uns war sehr groß aufgemacht: Alle Kinder, Mütter und Lehrer haben sich auf dem Schulhof versammelt und ein riesen Programm mit Tanz, Gesang und Show vorbereitet. Die Kinder hatten sogar ein kleines Theaterspiel zum Thema Plastikverbrauch auf die Beine gestellt.

Es gab viele Geschenke für uns, vor allem selbst gebastelte Karten, Blumen und Umarmungen.

Ein schöner Abschied, der uns allen sehr schwer gefallen ist! 🙁


Essen im Heritage Restaurant

Das Heritage Restaurant- ein mysteriöses Lokal, das uns öfter schon aufgefallen ist, aber immer zu hatte wenn wir spontan da waren. Also haben wir uns heute mal fest vorgenommen, dort zu essen!

Und es war wirklich richtig lecker. Zwar ziemlich kleine Filipino-Gerichte und man musste über eine Stunde warten, aber dafür suuuper lecker. Das Restaurant ist auch sehr künstlerisch und liebevoll eingerichtet und hat ein richtig schönes Flair. Eindeutig ein Restaurant, wo ich nochmal hingehen würde (wenn wir mehr Zeit hätten).


Aline und Leonie in Janiuay besuchen

Wir hatten es schon lange vor und heute endlich in die Tat umgesetzt! Es gibt nämlich, neben uns 9 Freiwilligen in Iloilo City, noch 2 andere von unserer Organisation in Janiuay: Aline und Leonie. Wir sind also insgesamt noch zu elft auf den Philippinen. Aline und Leonie haben uns schon öfter besucht, weil in Janiuay einfach nicht so viel los ist, wie hier in der Stadt. Also haben wir uns zu 4t in Jeepney und Bus gesetzt und die 1,5 stündige Fahrt in den Vorort auf uns genommen. Dort wurden wir dann von Aline empfangen und haben nach einem Marktbesuch leckere Nudeln mit Tomatensoße gekocht à la German Style. Wir waren richtig beeindruckt vom großen Bambus-Haus der beiden. Sie haben nämlich jeder ein eigenes Zimmer mit einem riesigen Bett und zudem gibt es eine richtig schöne Terrasse. Danach gings ins Damires Hills Resort, wo wir Kokosnüsse getrunken und eine kleine Wanderung zu einer Hängebrücke unternommen haben. Danach gabs noch Kaffee und Kuchen 🙂 Es war ein echt schöner Ausflug nach Janiuay, auch wenn es nichts, abgesehen vom Resort, dort gibt.

Am Abend waren wir wieder in Iloilo City, wo wir uns erstmal eine Massage gegönnt haben und bei DunkinDonuts um einen Donut gepokert haben.


Was ich in meiner Freizeit so mache

1. Ins Kino gehen

Ich erwähne es schon gar nicht mehr, aber jeden Mittwoch kommen hier die neuen Kinofilme raus und wir sind ausnahmslos immer mit dabei. Egal, ob chinesischer Aktionfilm, philippinisches Drama oder Hollywoodblockbuster-jeden Mittwoch sitzen wir im Kinosaal (mit einem ShareTea). Die Kinofrau weiß schon immer, dass wir kommen (wir sind auch meistens alleine im Kino) und unsere Lieblingsplätze haben wir auch schon ausfindig gemacht 😀

2. An meinen Webseiten arbeiten

Zu meinen Lieblingsaktivitäten gehören auch Websitedesign, Artikel schreiben und alles was mit Marketing zu tun hat. Deswegen verbringe ich viel Zeit mit der Pflege meiner Websites, Bloggen und neuen Projekten.

3. Neue Cafés austesten

Einem eigenen Artikel gewidmet- die besten Cafés in Iloilo City. Meist zusammen mit Hannah suchen wir uns ein Café aus, wo wir zusammen den Nachmittag verbringen und Kaffee trinken, Karten spielen oder basteln 😀 Da wir in unserer Wohnung keine Klimaanlage haben, ist es dort tagsüber leider nicht auszuhalten.

4. Zur Massage gehen

In Deutschland unbezahlbar und hier eins der günstigsten Sachen- sich massieren lassen. Eine wirklich gute Massage für 1h gibt es hier für weniger als 4EUR. Also müssen wir das noch richtig ausnutzen hier. Für Zwischendurch lassen wir es uns auch mal gerne in einem, der vielen, Massagesessel gut gehen 😀

5. Benachbarte Inseln erkunden

Iloilo selbst ist jetzt nicht sonderlich paradiesisch, aber einige umliegende Inseln haben viel zu bieten. An einigen Wochenenden packen wir also Hängematte und Badezeug ein, setzen uns in den Bus oder Fähre und erkunden die Inseln.

6. Bei DunkinDonuts Uno spielen

Das ist unsere Lieblingsbeschäftigung am Abend, da DD direkt nebenan ist, eine Klimaanlage und leckere Donuts hat 😀 An manchen Abenden verbingen wir dort Stunden und spielen Uno.

7. Videos schneiden

Ich habe so viel Videomaterial, auch aus der Südostasienreise noch, dass ich kaum hinterher komme mit dem Schneiden. Wenn ich aber mal Zeit habe, dann schneide ich fleißig meine Videos 🙂

8. Zumba

Jeden Dienstag und Freitag ist Zumba in unserem Fitnessstudio. Die Filipinos sind wirklich verrückt nach Zumba, man kann die Menschen überall tanzen sehen und zudem macht es auch richtig Spaß 🙂

9. Kakerlaken und Ratten jagen

Definitiv nicht unsere Lieblingsbeschäftigung, kommt aber dafür umso häufiger vor. Mittlerweile sind wir schon echt gut darin und haben kaum noch Probleme in der Wohnung.


Sag NEIN zu PLASTIK

In der letzten und den nächsten Wochen bei Uygongco haben wir den Auftrag bekommen, den Schülern der HibaoAn Grundschule das Umweltbewusstsein näher zu bringen.

Dabei haben wir eine Präsentation mit Video vorbereitet, die das Thema Plastikverbrauch und wie man Plastik im Alltag reduzieren kann behandelt. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe, weil gerade hier auf den Philippinen der Umgang mit Plastik sehr verantwortungslos ist. Egal was und wo man etwas kauft- alles wird in Plastik eingewickelt und dann nochmal in eine Plastiktüte gesteckt.

Die Kinder füllen Glasflaschen in Plastiktüten um, um daraus zu trinken und so weiter und so fort. Also ein Thema, das wirklich mehr Aufmerksamkeit hier benötigt!

Neben der Präsentation bereiten wir noch ein Müllspiel vor, in dem die Kinder den Müll richtig trennen müssen. Zum Abschluss gibt es noch eine Bastelstunde, in der wir alte Plastiktüten recyclen und daraus bunte Banderitas machen.


Wir waren beim Produkto Lokal!

Bevor es schon bald nach Hause geht, wollten wir noch ein eigenes Projekt starten: Den Verkauf von Muffins und Kuchenbechern beim Produkto Lokal.

Unsere Idee war es, in Auftrag von unserer Organisation Uygongco die Kuchen und Muffins zu verkaufen und somit gleichzeitig unsere Organisation bekannter zu machen. Zusammen mit der Bäckerei in HibaoAn haben wir dann jeden Tag (Fr, Sa, So), die Sachen gebacken und dann auf dem Produktmarkt verkauft.

Es hat wirklich viel Spaß gemacht, vor allem weil die Leute neugierig waren und man selbst auch mit den anderen Ständen ins Gespräch kam. Leider haben wir an dem Wochenende kein Profit gemacht, aber immerhin auch kein Verlust 😀 Im Großen und Ganzen war es aber eine tolle Erfahrung, in der wir viel organisatorische und fianzielle Sachen gelernt haben.


Negros unsicher machen

Da am Montag der Unabhängigkeitstag der Philippinen war und wir deshalb frei hatten, ging es für ein paar Tage zur Nachbarinsel Negros! 🙂

Zu sechst sind wir erst mit der Fähre rüber nach Negros und haben dort einen Zwischenstop bei Vikings gemacht. Bei Vikings war ich ja schon zu meinem Geburtstag: dem besten Buffet der Philippinen und wir haben uns wieder soo den Bauch vollgeschlagen 😀

Danach gings auch schon direkt in den Süden zum Sugar Beach, wo wir erst Abends ankamen und dann den nächsten Tag am Strand verbracht haben. Sonntagnacht ging es dann noch ins Perth Paradise Resort, die uns netterweise in der Hängematte schlafen lassen haben. Hannah und ich hatten besonders viel Spaß beim Fotos knipsen 😀

Und da das alles noch nicht gut genug war, ging es auf dem Rückweg wieder zu Vikings 😀 Ein tolles Wochenende!


Ein Wochenende auf Islas Gigantes

Am Wochenende ging es ganz spontan nach Islas Gigantes. Einer Inselgruppe im Norden von Panay. Zu 5t sind wir morgens aus Iloilo losgefahren und kamen nach einer langen Bus- und Bootsfahrt endlich im Resort an.

Islas Gigantes war sehr schön, kaum Touristen und man konnte sogar (fast alleine) auf einer kleinen Insel in der Hängematte schlafen. Nach dem Inselhopping haben wir es uns mit einem leckeren Seafood-Buffet gut gehen lassen und haben sonst den Rest der Zeit einfach relaxt und im Meer gebadet. Das Wasser war sogar wärmer als die Aussentemperatur.

Auf der sehr kleinen Insel war niemand außer wir und einigen Polizisten aus Iloilo, die hier Urlaub machen. Also haben wir uns abends zu denen gesetzt, getrunken und uns gemütlich unterhalten.

Die Abfahrt am nächsten Morgen war dann wieder super philippinisch-typisch! 😀 Der Fahrer meinte zu uns, wir sollen um 8 am Boot sein, damit wir die Fähre schaffen. Pünktlich wie die Deutschen waren wir dann da und haben noch aus der Ferne die volle Fähre abfahren sehen. Natoll. Und da es ja nicht genug war, musste unser Bootsfahrer (wir waren zu 5t auf einem kleinen Boot) mit uns hinter der Fähre hinterher fahren und rufen, ob die 5 Weißen noch aufspringen können. Das war echt peinlich, weil die Fähre wirklich voll war (die Leute saßen schon auf dem Dach) und dann kommt so ein kleines Boot mit Weißen an und will auch noch mit rauf 😀

Naja, wir durften eh nicht mit rauf und haben dann die nächste Fähre genommen 😀


Das Kakerlakengeheimnis

Ich hatte ja in einem letzten Beitrag geschrieben, dass wir kaum noch Kakerlaken bei uns haben und ich dachte, es wäre wegen der Hitze (weil das der einzige Punkt war, der anders war als sonst). Aber das konnte nicht sein. Das macht gar kein Sinn. Also grübelte ich weiter und überlegte, was sich in unserer Wohnung verändert hatte und weshalb die Kakerlaken uns mehr oder weniger in Ruhe ließen.

Und da kam mir ein Einfall! Wir haben unglaublich viele Geckos seit einigen Wochen. Bewegt man einen Gegenstand bei uns, dann kann man sich eigentlich sicher sein, dass ein Gecko aus der Ecke hervorhuscht. Sie sind überall und vermehren sich schneller als man gucken kann.

Als ich dann nach Fressfeinden der Kakerlake googlete, bestätigte sich meine Vermutung: Wir haben so viele Geckos, weil sie die Kakerlaken bei uns essen 😀

Jetzt kann ich zumindest wieder etwas beruhigter einschlafen, denn Geckos sind nicht einmal halb so schlimm, wie schäääbige Kakerlakis.


Mangofestival auf Guimaras

Am Wochenende war es endlich soweit: Mango all you can eat!

Also sind wir zu viert nach Guimaras gefahren (es war so ein Ansturm, dass wir 3h statt 30 mins gebraucht haben) und haben uns direkt beim Mango-Essen angemeldet. Für 100 Pesos (2 EUR) durfte man für eine halbe Stunde so viele Mangos essen, wie man konnte.

Wir haben jeder 6 Stück geschafft und danach war einem auch echt übel 😀


Linis Bata Mission

Heute ist für jeden Schüler ein ganz besonderer Tag, denn es ist Linis Bata! Man kann sich das wie eine Art „Generalüberholung“ des eigenen Körpers vorstellen 😀

Es wird eine große Aktion gestartet, bei der den Kindern

  • die Haare mit Anti-Läuse-Schampoo gewaschen und mit einem Läusekamm durchsucht werden
  • alle schwarzen Zähne von einem Zahnarzt gezogen werden
  • die Ohren mit Wattestäbchen geputzt
  • die Nägel geschnitten
  • die Hände gewaschen werden
  • und eine Wurmkur verpasst wird

Das ganze findet dann einmal nach den großen Sommerferien statt.

Für mich ging es dafür nach Roxas City, in den Norden der Insel Panay. Dort warteten schon um die 90 Kinder, denen ich mit den Läuseschampoos helfen durfte. Die Materialen werden dabei von Uygongco gestellt und jeder Schüler bekommt auch eine Tüte mit vielen nützlichen Sachen, wie Zahnpasta, Desinfektionszeug, Handtücher, Seife etc. Zudem gab es noch 500 Pesos (ca. 10 EUR) Bargeld für jeden.

Nach der ganzen Aktion ging es dann noch mit unserem Team auf eine kleine Wanderung zur jungfräulichen Maria.


Malerarbeiten in der Schulkantine

Neben unserem Job als Lehrer und Assistenten in der Sommerschule, haben wir auch die Aufgabe erhalten, die Schule neuzugestalten. Unter anderem die Schulkantine und ein Essensraum.

Man könnte sich jetzt vorstellen, dass wir in die Kantine kamen, die Wände neugestrichen haben und Ende gut, alles gut. Aber so läuft das nicht auf den Philippinen.

Wie es wirklich war: Zu sechst kamen wir in die Kantine, die vollgestellt war mit unnötigen und alten Sachen. Also erstmal aufräumen. Alles wurde auf einen Haufen gestellt (alte Flaschen, Bänke, Töpfe etc.) und erstmal gründlich ausgefegt. Beim Aufräumen störten wir schon die Ruhe von so einigen Ungeziefern, die über unsere Aufräumaktion nicht ganz so erfreut waren. Neben einer großen Kakerlakenfamilie, mehreren (beißenden) Ameisenhaufen und harmlosen Eidechsen, gab es auch ein paar Spinnen. Und eine davon war so groß, dass sich einige weigerten den Raum wieder zu betreten (unter anderem ich hehe).

Und was braucht man, um solche Ungeziefer zu entfernen? Richtig! Kleine philippinische Kinder und die gibt es in der Grundschule nur zuhauf. Die waren auch richtig aufgeregt, dass sie uns ängstlichen Weißen helfen konnten und somit war das Kakerlaken- und Ameisenproblem beseitigt 😀 (Die Spinne wollte irgendwie keiner anfassen, also haben wir sie nicht weiter beachtet).

Am Ende des Tages haben wir dann noch ein paar Kinder zusammengtrommelt und deren Handabdrücke an die Wände gemacht. Mission Schulkantine: erfolgreich beendet!


Der Sommer ist da!

Es ist die Zeit gekommen, in der es so unglaublich heiß ist, dass auch die stärksten Ventilatoren vorm Schwitzen nicht schützen.

Es ist so heiß, dass sich nicht einmal mehr die Kakerlaken in unsere Wohnung trauen.

So heiß, dass wir jeden Tag ins Café gehen, um in einem Raum mit Klimaanlage Schutz zu suchen (manchmal sogar 7h lang).

Die Sonne ist unerträglich und jeder Gang nach draußen eine Qual. Wie sehr ich mich auf das Wetter in Deutschland freue (wer hätte gedacht, dass ich soetwas jemals sagen werde)!


Langes Wochenende auf Boracay

Boracay ist eine kleine Insel im Norden von Panay (die Insel, auf der ich wohne) und wahrscheinlich die „berühmteste“ Insel der Philippinen. Man könnte sie vielleicht mit Mallorca vergleichen. Jeder kennt die Insel. Sie ist wunderschön, das Wasser türkis-kristallklar.

Und das zieht natürlich eine Menge Touristen aus aller Welt an, vorallem Partybesucher. Trotzdessen wollten wir (Hannah, Celine und ich) noch die Chance ergreifen und dort hinfahren, bevor es zu spät ist und wir wieder in Deutschland sind.

Also haben wir uns morgens in den Bus gesetzt und sind nach 7h, einer Boots- und Tryciclefahrt endlich auf Boracay angekommen.

Der erste Eindruck war wirklich schön, aber soo voll und etliche Touristen aus Korea. Wir dachten, wir würden mal wieder ein paar Weiße sehen, aber Fehlanzeige 😀

Es war so voll, dass alle Hotels ausgebucht waren und wir nach einer kleinen Suche dann im „Faith Village“ übernachten konnten.

Nachdem wir das mit der Unterkunft geklärt hatten, haben wir gegessen und uns mit einem Cocktail an den Strand gesetzt und eine Feuertanzshow angesehen.

Am nächsten Tag lagen wir eigentlich nur am Strand, bevor es dann Abends zum Pub Crawl ging. Und das kann ich nur empfehlen, falls man eine gute Partynacht auf Boracay erleben will! 🙂


Ich bin wieder zurück

7 Wochen gingen um wie im Fluge und schon sitze ich wieder zu Hause, in Iloilo. Bei 36 Grad im Schatten mit Ventilator.

Da ich mich die ganze Zeit nicht um meinen Blog und sonstige Sachen kümmern konnte, bin ich momentan sehr hinterher mit allem. Zudem wurde auch mein Handy gestohlen, weshalb ich mit 3.000 Bildern weniger nach Hause gekommen bin 😀

Die schönsten habe ich aber zum Glück noch irgendwie retten können:


7 Wochen weg

Ab morgen heißt es für mich: URLAUB.

7 ganze Wochen, um genauer zu sein 🙂 Ich freue mich schon sehr darauf und bin etwas aufgeregt.

Morgen geht es von Iloilo aus nach El Nido für eine Woche. Danach treffe ich Monique in Vietnam, von wo aus wir 6 Wochen Südostasien unsicher machen werden.

Abgerundet wird das ganze mit einer Woche Bali.

Also in den nächsten Wochen wird es erstmal nichts auf meinem Blog von mir geben, da ich viel unterwegs bin (ohne Laptop).

Reiseberichte folgen dann natürlich nach Wiederkehr! 🙂