Wer auf die Philippinen kommt, der wird schnell die Unterschiede zu seinem Heimatland feststellen. Dabei passiert aber auch etwas mit einem selbst: Man passt sich an und tut Dinge, die man vorher nie gemacht hat. Man mutiert zu einem Inselbewohner, der von günstigen Massagen und Kinobesuchen profitiert oder auch einfach versucht, mit den alltäglichen Dingen stressfrei klar zu kommen.

Im Alltag

  • im Klo warten bis man ein zweites Mal spülen kann
  • immer genügend Kleingeld dabei haben
  • zu spät kommen
  • immer und überall FlipFlops tragen
  • mit jedem verhandeln
  • zu 4t ein Zimmer teilen
  • sich von anderen die Tür aufhalten lassen
  • mit FlipFlops ins Fitnessstudio gehen
  • SMS schreiben
  • den Zahnarzt meiden
  • „Weißen“ auffällig hinterhergucken
  • Wäsche mit der Hand waschen
  • auf Mäuse- und Rattenjagd gehen
  • immer eine Jacke oder ein Tuch dabei haben

Im Kampf gegen die Hitze

  • sich wie ein Baby mit Babypuder einschmieren
  • ohne Zudecke schlafen
  • 24/7 einen Zopf tragen
  • 3mal am Tag duschen
  • beim Nichtstun schwitzen
  • Haare statt mit dem Fön, mit dem Ventilator trocknen

Rund ums Essen

  • 8h in einem Café sitzen und nur einen Kaffee bestellen
  • zum Frühstück Reis essen
  • Haferflocken mit Wasser essen
  • Dinge essen, die undefinierbar aussehen
  • Milchpulvermilch trinken
  • Alles mit einem Löffel durchschneiden, statt ein Messer zu benutzen
  • sich angewöhnen, alles „without sugar please“ zu bestellen

Weil alles billiger ist

  • 3mal pro Woche ins Kino gehen
  • jeden Monat zur Massage gehen
  • ein Taxi nehmen, wenn man den Weg nicht kennt
  • die besten Restaurants in der Stadt austesten
  • nichts sagen, wenn der Jeepneyfahrer mal kein Rückgeld gibt

Weil man immer Guapa [schön] ist

  • immer und überall FlipFlops tragen
  • im Schlafanzug durch die Stadt laufen (und trotzdem beautiful genannt werden)
  • ungeschminkt feiern gehen
  • sich mit fremden Leuten fotografieren lassen

Nach einem Jahr auf den Philippinen, weiß man immer mehr die Dinge zu schätzen, die zu Hause selbstverständlich scheinen aber es hier nicht sind. Gibt es noch mehr Dinge, die man hier tut und sich erstmal wieder abgewöhnen sollte, wenn man wieder zurück ist? Wahrscheinlich merkt man nach einer gewissen Zeit selber nicht mehr, wie man sich verändert bzw. unterbewusst angepasst hat.